Das Wetter ist vielversprechend und somit verbringen wir in das Pfingstwochenende im Nordseebad Burhave. Wir nehmen den Wohnmobilstellplatz „Knaus Campingplatz Burhave“ 53°35´0´´N/8°22´13´´E am Außendeichbereich, finden einen schönen Patz am Strandweg und haben freien Blick auf die Nordsee und Bremerhaven. In wenigen Schritten sind wir am Meer, der Nordseelagune und der Ortsmitte. Im Ort gibt es ein Einkaufsmöglichkeiten und nette Restaurants. Das Nordseebad Burhave ist ein Ort in der Gemeinde Butjadingen im Landkreis Wesermarsch an der Nordseeküste und etwa 15 Kilometer von der Wesermündung entfernt. Die Nordsee-Halbinsel-Butjadingen ist von drei Seiten von Wasser umgeben und wir können hier viel Fahrrad fahren. 250 Kilometer Radwegenetz gibt es und die Strecken sind ausgeschildert. Wir können dabei die Blicke über die Felder und Deiche gleiten lassen. Auf der einen Seite grasen die Pferde und auf der anderen trampeln die Schafe den Deich platt.

Wir gehen erst mal ans Wasser und werfen ein Blick rüber nach Bremerhaven und sehen am Containerhafen ein Schiff, welches gerade beladen oder entladen wird. Nach kurzer Zeit kommt ein Kreuzfahrtschiff und macht am Terminal fest. Wir gehen rechts entlang am Grünstrand. Hier stehen die Strandkörbe aufgereiht und laden zum Verweilen ein. Wir begegnen einer Figur die sehr lustig aussieht. Es ist die Kinderdusche. Wir gehen weiter Richtung Ort über den Deich entlang und entdecken ein Indianerdorf. Ein Spielparadies für Kinder. Die lassen sich hier für ihre Gäste schon was einfallen.

Wir verlängern unseren Sparziergang und gehen auch noch links am Wasser entlang. Hier beginnt der Skulpturenweg oder auch Kunstpromenade von Budjadingen genannt. Da sind schon ein paar interessante Kunstwerke dabei. Wir gehen auf die 200 Meter lange Seebrücke mit Namen Wattensteg und haben am Ende einen herrlichen Ausblick. Ein bisschen weiter kommen wir zur Nordseelagune oder auch Nordseebad Burhave genannt. Dies ist ein Meerwasserbadesee und wir können Gezeiten unabhängig baden gehen. Die Lagune ist umgeben von einem Sandstrand und man möchte sich sofort ins Badevergnügen stürzen. Leider ist der Wind heute stark und somit hier auch nicht so viel los. Das Wetter wird immer ungemütlicher und wir gehen erst mal zurück. Morgen ist ja auch noch Tag.

Wir fahren mit dem Fahrrad nach Tossens, denn da ist heute Drachenfest. Tossens liegt auch in Budjadingen gegenüber von Wilhelmshaven. Hier gibt es den Friesenstrand an der Nordsee zum Baden und das subtropische Badeparadies Aqua Mundo im Ferien-Center-Park. Bekannt ist Tossens auch durch das Sand Art Festival. Da werden bis zu 5 Meter hohe Kunstwerke aus Sand geschaffen. Wir fahren ungefähr 30 Minuten rüber zum Jadebusen den Fahrradweg über Süllwarden entlang. Was wir sehen ist viel Land, viele Weiden, Kühe und Pferde. Angekommen suchen wir uns ein Platz für die Räder, entdecken einen kleinen Flohmarkt und stöbern etwas herum. Da wir ziemlichen Durst haben, gehen wir erstmal was trinken. Obwohl hier so viel los ist, bekommen wir einen guten Platz und können die Drachen wunderbar von hier aus sehen. Somit sparen wir uns den teuren Eintrittspreis. Da die Zeit immer recht schnell vergeht, setzen wir unsere Fahrradtour fort. Ein Stück weiter gehen wir noch mal auf den Deich und blicken rüber nach Wilhelmshaven. Den gesamten Rückweg fahren wir am Deich entlang und kommen an schönen Häusern, den Turmbau von Babel, einem Melkhaus/Melkhus und am Nationalpark Langwarder Groden vorbei. Der Fahrradweg führt nach Fedderwardensiel, aber wir biegen vorher ab, denn da fahren wir mal ein anderes Wochenende hin. Später gehen wir noch mal zum Wasser und der Himmel verfärbt sich so rot, das wir dieses Schauspiel länger beobachten.

Wie immer gehen auch diese Tage vorbei und müssen leider die Heimreise antreten. Wir haben uns aber vorgenommen noch nach Eckwarden und Eckwarderhörne zu fahren. Das Wetter spielt nämlich auch mit. Der Ort Eckwarden ist ein Ortsteil der Gemeinde Butjadingen im Landkreis Wesermarsch. Auf dem Weg dorthin sehen wir von weiten den Leuchtturm Oberfeuer Tossens. Am Ortseingang stehen eine rote und eine grüne Boje. Einladend. An der Straße ist der alte Glockenturm mit zwei Glocken zu sehen und der ist älter als die Kirche. 1,5 Kilometer weiter sehen wir von weiten schon das Wahrzeichen Leuchtfeuer Oberfeuer Preußeneck oben auf dem Deich. Wir stellen unser Wohnmobil ab und gehen über den Deich zum Wasser. Wir sehen den Strand mit seinem 200 Meter langen Seesteg. Der Strand gilt als Geheimtipp für Badegäste und EL Dorado für Windsurfer. Es gibt eine großzügige Liegewiese und einen schönen flach abfallenden Strand. Wer Lust hat kann hier an Wattwanderungen teilnehmen. Außerdem verkehrt hier die Personen- und Fahrradfähre MS Harle Kurier nach Wilhelmshaven und zurück. Interessant ist hier auch der Hörstuhl – einer von dreien hier in Budjadingen –ein Knopfdruck genügt und schon kann der Besucher in die historischen und aktuellen Hintergründe dieser Landschaft und Ihrer Menschen eintauchen. Sitzen – Sehen – Hören – Verstehen. Wir sehen uns noch den alten Fähranleger an und sammeln am Strand ein paar Muscheln. Zum Abschluss gibt es noch ein lecker Eis und fahren amDeich entlang nach Hause.

Der salzige Geschmack auf den Lippen, die wärmende Sonne auf der Haut und stets ein leichter Windhauch um die Nase: So fühlt er sich an, hier direkt hinterm Deich. Eine Radtour durch die Region Butjadingen ist außerdem ein herrliches Erlebnis.