Heute machen wir uns auf den Weg nach Bad Bentheim. Der Wohnmobilstellplatz „Am Schlosspark“ 52°18´14.´´N/ 7°9´18.´´E liegt im Schlosspark unterhalb der Burg Bentheim. Bad Bentheim liegt an den Grenzen zu Nordrhein Westfalen und den Niederlanden. Bad Bentheim hat einiges zu bieten. Da wäre natürlich als erstes die Burg, das Wahrzeichen der Stadt. Des weiteren das berühmte Bentheimer Gold (Sandstein), einige Museen und die Franzosen Schlucht. Um die Stadt kennen zu lernen gibt es in der Tourist Information einen Stadtplan. Dieser Stadtplan ist als historischen Rundgang aufgebaut. Die Tourist Information befindet sich in einem ehemaligen Fachwerkhaus, der damaligen Post. Diesem Rundgang wollen wir ablaufen und fangen auch gleich damit an. Auf geht´s. Wir kommen an Sehenswürdigkeiten vorbei, die wir so so nicht gefunden oder entdeckt hätten. Zum Beispiel den Herrgott von Bentheim am Aufgang zum Pulverturm. Sehenswert ist auch die Kirche St.Johannes der Täufer mit den alten Grabsteinen. Ein Theater der besonderen Art, die Bentheimer Freilichtbühne, befindet sich direkt neben der sogenannten Franzosenschlucht. Das Theater liegt in drei stillgelegten Steinbrüchen und hat somit eine außergewöhnliche Naturkulisse zu bieten. Diese Kulisse lädt einfach dazu ein, sich hier mal eine Veranstaltung anzusehen. Die Hügel in der Franzosenschlucht verdanken ihre Felsformationen einen ehemaligen Steinbruch. Die Stadt Bad Bentheim hat auch noch ein paar andere Sehenswürdigkeiten. Unter anderem das Museum am Herrenberg. Hier werden Gemälde niederländischer Meister ausgestellt und wir bekommen einen Überblick über die niederländische Malerei oder das Haus Westerhoff. Es ist ein Ackerbürgerhaus welches 1656 erbaut wurde. Dieses schöne restaurierte Haus entwickelte sich zu einem Forum für Künstler und Kunsthandwerker. Dann ist da noch der Drususfelsen auch Teufelsohrkissen genannt. Er hat den Namen, weil sich der Abdruck eines riesigen Ohres auf ihm befindet, der vom Teufel stammen soll. Die Wege vom Rundgang sind richtig schön und wir haben immer wieder einen tollen Blick auf die Stadt. Noch eine Besonderheit in Bad Bentheim sind die sogenannten Nachtwächterrundgänge. Treffpunkt mit dem Nachtwächter ist das untere Burgtor der Burg Bentheim ab 21.00 Uhr. Bei diesen nächtlichen Touren durch die Stadt geben sowohl Geschichten und Sagen über die Stadt und die Burg als auch historische Daten und Fakten einen Einblick in die Stadtgeschichte. Wir sind natürlich mitgegangen sein. Sehr interessant und ich kann nur sagen, es hat sich wirklich gelohnt.

Die Burg Bentheim mit ihrem Burgmauern und der hohe Bergfried, auch Pulverturm genannt, liegen unübersehbar im Zentrum. Vom Pulverturm aus haben wir einen weiten Blick über Bad Bentheim hinaus. Die Burg Bentheim ist die größte Höhenburg Norddeutschlands und das Wahrzeichen der Stadt. Sie steht auf einem Felsen aus Bentheimer Sandstein 91,9 Meter über der Stadt. Diesen Berg nennt man auch Bentheimer Höhenrücken. Wir besichtigen die Wehranlage, den Marstall mit seiner Ausstellung Schätze aus Gold und Silber, den Batterieturm, den 30 Meter hohen Pulverturm mit Aussichtsplattform, das Brunnenhaus in dem aus 23 Meter Tiefe Wasser geholt wurde und das Kutschenhaus mit alten Pferdegespanne. Wer Lust hat kann auch ohne Anmeldung an eine Burgführung teilnehmen.

Unterhalb der Burg liegt der Schlosspark. Es handelt sich um eine 12ha große Parkanlage im Stil fürstlichen Gärten des 18.Jahrhunderts. Im Schlosspark befinden sich auch ein See und eine Wasserfontäne die aus einem Becken in die Höhe schießt. Jährlich um den 1.Mai findet ein Mittelaltermarkt mit Ritterturnier statt. Wir gehen lange in dieser Parkanlage spazieren. Viele Parkbänke laden uns zu einer Pause ein um das alles zu genießen.

Wir sehen uns dann auch noch das Sandsteinmuseum in einem historischen Bentheimer Ackerbürgerhaus an. Wir erfahren sehr viel über die Geschichte vom Abbau, Verwendung, Handel, Arbeit und die Geologie dieses Sandsteins. Es gibt hier auch ein Denkmal vom ersten deutschen Kanzler Otto Fürst von Bismarck. Die 2,90 Meter hohe Figur ist auch aus dem Bentheimer Sandstein. Außerdem steht seitlich der Burg die Skulptur Kuhkerl. Er erinnert an die Arbeiter von Bentheimer Sandstein. Etwas außerhalb steht die Gildehauser Ostmühle. Es handelt sich um eine holländische Turmwindmühle bzw. einem so genannten Erdholländer. Diese Mühle wurde auch aus Bentheimer Sandstein erbaut und hat eine lange ereignisreiche Geschichte hinter sich. Sie sollte schon ein paar Mal abgerissen werden. Heute stellen Hobbybäcker im alten Backhaus nebenan aus dem frisch gemahlenen Korn knuspriges Brot her. Sehr lecker.

Wer noch etwas für seine Gesundheit tun möchte, kann die Mineraltherme in Bad Bentheim besuchen. Hier kann man einfach abschalten und die wohltuende Atmosphäre des Solebades genießen.