Zur Schleuse haben wir es nicht weit. Was uns als erstes auffällt, ist eine Skulptur über einen sehr großen Eismann auf. Vielleicht ist es auch eine Eisfrau. Wir erfahren, das diese Skulptur zu dem Skulpturenpfad Kunst am Deich gehört. Der Vareler Hafen liegt parallel zum Vareler Binnentief und ist hier über die Schleuse mit dem Jadebusen und damit mit der Nordseeküste verbunden. Etwas weiter fließt der Fluss Jade in die Nordsee.Gleichzeitig verbindet der Hafen auch die Stadt Varel mit dem Jadebusen. Die erste Schleuse wurde 1846 als Sielschleuse errichtet. Sie ermöglichte die Einfahrt in den Hafen hinter dem Deich bei gleichem Wasserstand zu den Gezeiten. Die Anlage wurde 1977 durch zwei Neubauten ersetzt: Ein Schöpfwerk und eine Dockschleuse. Die Öffnungszeiten der Schleuse richten sich nach den Tidezeiten. Die Schleuse kann nur geöffnet werden, wenn es einen Gleichstand beim Innen- und Außenwasser gibt. Also meistens bei Flut. Wenn Ebbe ist, bleibt die Schleuse generell geschlossen.Wir nähern uns dem Schöpfwerk und sehen eine Informationstafel zu diesem Gebäude. Das Schöpfwerk „Vareler Siel“ ist ein schönes Bauwerk und liegt hier direkt neben der Wilhelm-Kammann-Schleuse. Die Vareler Schleuse ist ein schönes Highlight am Hafen und da gerade Ebbe ist, sehen wir im Watt genau die Fahrrinne. Wir gehen zuerst rechts von Schöpfwerk die Treppe runter und sehen am Deich sehr viele Schafe. Dann gehen wir bis vorne auf den Steg und sehen verschiedene Tiere, die sich in der Ruhe und im Watt sehr wohl fühlen. Es befinden sich auch mehrerer Kutter hier und da gerade Ebbe ist, können wir uns die Kutter gut von hier oben aus ansehen. Nachdem wir hier eine ganze Zeit verbracht haben, gehen wir zurück und nehmen jetzt die Treppe an der linken Seite. Hier unten stehen ein paar Bänke und setzen uns, um einfach diese Idylle zu genießen. Wir können sogar bis nach Wilhelmshaven gucken. Wir gehen wieder zurück, weil wir uns ja die Schleuse auch noch ein bisschen genauer ansehen wollen. Von der Schleuse aus haben wir übrigens auch einen tollen Blick ins Innenland. Wir gehen erst mal wieder zurück zum Platz und kommen später bei Flut noch mal her, weil wir uns unter anderem auch den Segelhafen ansehen wollen.
Da die Flut jetzt da ist, gehen wir noch mal zur Schleuse und zum Segelhafen. Hierbei kommen wir an Wiesen, Kanälen und alten Häusern vorbei. Wir erreichen den Segelhafen am Siel und nehmen eine kleine Stärkung im Bistro zu uns. Im Laufe der Zeit hat der Vareler Hafen viele Veränderungen erlebt,seine Romantik ist ihm aber geblieben. Heute ist der Hafen eine bunte Mischung aus Liegeplätzen für private Sportboote, Heimathafen einzelner Fischkutter.
Der Vareler Hafen hat heute als Handelshafen keine Bedeutung mehr, dafür aber eine unverwechselbare Atmosphäre, einen besonderen Freizeitwert und eine schöne Geschichte. Besucht dieses schöne Fleckchen Erde und lasst euch in einen der netten Fischrestaurants verwöhnen.