Heute starten wir eine kleine Städtetour hier bei uns im Norden und beginnen mit Bremervörde. Immer wieder lesen wir den Namen der Stadt wenn wir nach Stade zu Verwandten fahren und noch nie sind wir da mal angehalten. Jetzt ist es soweit und wir fahren dafür den Wohnmobilstellplatz „Wohnmobilstation Kiebitzweg in Bremervörde53°29´42´´N/9°9´1´´E in Bremervörde an. Bremervörde, auch Ostestadt genannt, ist ein staatlich anerkannter Erholungsort im Norden des Landkreises Rotenburg. Auf einem Wegweiser lesen wir, das sich hier ganz in der Nähe vom Stellplatz der Vörder See befindet. Dieser ist ein künstlich angelegter See, der als Naherholungsort dient und Teil des Natur- und Erlebnispark Bremervörde ist. Am Vörder See befindet sich auch die „Welt der Sinne“. Dort kann man mal den Schall eines Gongs spüren, die Umfeld blind erforschen und barfuß verschiedenen Untergründe ertasten. Wer Lust hat kann auch auf dem am See gelegenen Aussichtsturm gehen. Man hat einen wunderschönen Blick auf den Natur- und Erlebnispark und die Oste-Landschaft. Auf dem See kann man auch Boot fahren. Das war aber für diese Jahreszeit nichts und somit sind wir am nächsten Tag mit dem Fahrrad einmal um den See gefahren. Dann ging es weiter zum Zentrum. Im alten Kreishaus, dem ältesten Gebäude der Stadt, befindet sich das Bachmann-Museum. Nur wenige Minuten Fußweg vom Museum entfernt befindet sich am Ufer des Auesees ein rekonstruiertes Hüttendorf der Mittelsteinzeit, welches Teil des Museums ist. Hier gibt es auch einen kleinen Hafen genannt auch „gelbe Welle“. Die Innenstadt ist klein und gemütlich und es gibt dort unter anderem das Torfstecher Denkmal und den Brunnen mit Wasserspiel und Figuren. Mit einem kleinen Spaziergang zum See ließen wir den Tag ausklingen.

Mit auf dem Reiseliste ist Buxtehude. Auch diese Stadt wollen wir näher kennenlernen und so parken wir auf den Wohnmobilstellplatz „Am Schützenplatz in Buxtehude 53°28´17´´N/9°41´43´´E an der Este. Auch Buxtehude liegt am Rande des alten Landes. Von Süden nach Norden wird das Stadtgebiet von der Este durchflossen, die hier eine Breite von etwa drei bis fünf Metern hat. Bekannt ist diese Stadt auch durch das Märchen vom Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel. Mehr darüber erfahren wir in dem Heimatmuseum mit seiner tollen Fachwerkfassade. Sie sind seit 1968 die Hauptfiguren auf Has’-und-Igel-Brunnen. Sehenswert sind unter anderem die St.Petri-Kirche, ihr Turm ist das Wahrzeichen Hansestadt Buxtehude, die Flethmühle, der Hafen, die ehemalige Markthalle, in der heute Buxtehuder Bier gebraut wird. Nicht zu vergessen das Heimatmuseum, das zweigeschossige Bürgerhaus (ein Giebelhaus), das Abthaus und Fuhrmannshaus, das alte Zollamt und das alte Rathaus. Außerdem der Linah-Zwinger mit den heute sichtbaren Findlingen, welche die Lage der Fundamente markieren. Der Stavenort, zweigeschossige Fachwerkhäuser, deren Außenwände zum Teil aus der alten Stadtmauer bestehen. Der Marschtorzwinger ist der letzte der ehemals fünf Rundtürmen an den Eckpunkten der alten Stadtmauer. Der grachtenartig angelegte historische Stadtkern mit nostalgischer Atmosphäre lädt zum Bummeln, Entdecken und Verweilen ein. Lustig ist auch die Skulptur Flethenkieker. Er hatte die Aufgabe die Wassertiefen in der Elbe und in den Fleeten zu überwachen. Bei einem Bummel durch die Stadt werden wir hier und da darauf aufmerksam gemacht, dass es sich um eine Märchenstadt handelt. Einen Besuch in der Stadt des Hasen und des Igels sollte man bei einem Urlaub in Niedersachsen auf jeden Fall einplanen.

Unsere letzte Reisestation ist Lüneburg. Die Hansestadt Lüneburg ist eine Stadt an der Ilmenau und liegt südöstlich von Hamburg am Rande der Lüneburger Heide. In Lüneburg auf dem Wohnmobilstellplatz Auf den Sülzwiesen in Lüneburg 53°14´44´´N/10°23´50´´E wollen wir 2 Tage verbringen. Denn diese Salz- und Hansestadt hat schon eine Menge zu bieten und außerdem wurde hier die Serie von „Rote Rosen“ gedreht. Die Stadt können wir wunderbar zu Fuß erreichen. Heute scheint die Sonne und die lädt uns ja förmlich zum Stadt erkunden ein. Im malerischen Hafenviertel liegen die Abtsmühle und die Lüner Mühle. Die Raths-Apotheke hat einen prächtigen Hauseingang. Der Alte Hafen in Lüneburg war früher Umschlagplatz für das kostbare Salz auf dem Weg nach Lübeck. Ein heute noch voll funktionstüchtiges Industriedenkmal befindet sich im Hafen am Stintmarkt: der alte Kran. Er ist das heimliche Wahrzeichen Lüneburgs. Eine der schönsten Straßen heißt „Auf dem Meere“. Die Straße ist Teil der westlichen Altstadt. Einer romantischsten Orte Lüneburgs ist die Brausebrücke. Auf dem Springbrunnen des Lüneburger Marktplatzes thront die Mondgöttin Luna. In der Straße „Am Berge“ finden wir nicht nur sehr viele niedliche kleine Shops – hier können wir auch zwei äußerst interessante Bürgerhäuser entdecken. Der Platz „Am Sande“ ist für sich eine kleine Sensation. Ältester Platz der Stadt und zugleich deren Zentrum, hier bewundern wir die schönsten Backsteinhäuser mit ihren Giebeln. Der Wasserturm ist das beeindruckendste Dokument früher Industriearchitektur der Innenstadt. Sehenswert und einen Besuch wert sind unter anderem das schwangere Haus, das alte Kaufhaus das Brömse – und Glockenhaus, die Kirchen und das Kloster Lüne. Wer Lust hat kann an einem Stadtrundgang zu den Außendrehmotiven von „Rote Rosen“ teilnehmen und wer nicht gerne läuft, kann sich auch mit einer Kutsche durch Lüneburg fahren lassen. Also hier ist doch für jeden was dabei. Wir gehen das Ganze aber lieber zu Fuß ab und pausieren zwischendurch in den schönen Kneipen von Lüneburg.

Die kleinen Städte am Rande vom Alten Land sind eine Reise wert. Sie gehören auch zum Teil der Märchenstraße an.