Wir sind schon öfters mal an der Ostseeküste gewesen, aber dieses mal wollen wir die Mecklenburger Bucht der Ostseeküste gesamt abfahren und haben uns die Inseln Poel als Start und die Insel Rügen als Ziel gesetzt. Außerdem wollen wir viel mit dem Fahrrad an der Ostseeküste entlang fahren. Es gibt nämliche so schöne Abschnitte, die man nur mit dem Fahrrad erreichen kann. Da wir noch nicht im Ostseebad Boltenhagen waren, verbringen wir auf dem Wohnmobilstellplatz „Krämers Wohnmobilhafen Boltenhagen“ 53°58´50´´N/11°13´8´´E unsere erste Nacht. Der Platz liegt nur 5 Gehminuten vom Strand entfernt und somit begeben wir uns gleich dorthin. Hier beginnt die Dünenpromenade, ein 2,2 Kilometer langer Holzweg am Strand. Boltenhagen liegt in der Boltenhagenbucht als Teil der Mecklenburger Bucht mit seiner 35 Meter hohen Steilküste im Westen. Im Ortskern angekommen, begehen wir zuerst die vor uns liegende 290 Meter lange Seebrücke und genießen am Ende der Brücke den Blick auf den endlosen Horizont. Dann geht es weiter durch den Kurpark mit Wandelgängen und Konzertpavillon bis zum Kurhaus. Zurück gehen wir erst ein Stück auf der Ostseeallee und wechseln dann in die historische Mittelpromenade. Die bunte Häuserzeile hier ist ein beliebtes Fotomotiv. Außerdem finden wir den Adventure Park von Camp David richtig gut. Da hat sich mal jemand etwas einfallen lassen. Wir finden einen kleinen Pavillon im Schatten schön gelegen am Strand und trinken etwas. Der Ausblick ist so schön. Wenn unsere Reise so weitergeht, haben wir alles richtig gemacht.

Wir fahren zum Barockschloss Bothmer am südlichen Ortsrand der nordwestmecklenburgischen Kleinstadt Klütz. Der Denkmal Geschütze Komplex aus mehrflügeligem Schloss und rechteckiger Garteninsel ist uns bekannt aus dem Film „Die Flucht“ und liegt hier praktisch gleich um die Ecke. Also nutzen wir die Gelegenheit und besichtigen dieses bekanntes Baudenkmal der Stadt Klütz. Es ist das einzige englische Country House in Norddeutschland. Wir werden auf der von alten Linden gesäumten Festonallee zielgenau auf die Schlossmitte gelenkt. Dann steht es mit vollen Breiter vor uns und von Wassergräben umgeben. Dazu gehört ein 12 Hektar idyllischer Park. Die 20 Räume des Schlosses können besichtigt werden. Es gibt das Restaurant Orangerie Schloss Bothmer und natürlich auch einen Schlossladen. Wir sehen uns das Schloss von allen Seiten an und sind beeindruckt. Wir erkennen auch gleich, wo Szenen aus dem Film gedreht wurde. Bei unserem Spaziergang durch den Park entdecken wir eine historische Kegelbahn und einen Eiskeller. Alles in einem ein sehr sehenswertes Schloss mit interessanter Geschichte. Unbedingt ansehen!

Auf dem Weg zur ersten Insel wollen wir uns noch Wismar ansehen und fahren zu dem Wohnmobilstellplatz Wohnmobilpark Westhafen in Wismar“ 53°53′40″N/11°27′5″E, weil die Stadt von hier aus zu Fuß schnell und gut erreichbar ist. Wir haben so ein Glück, das wir doch noch einen Platz ergattert haben. Die Hansestadt Wismar liegt an der Ostseeküste im Landkreis Nordwestmecklenburg an der Wismarer Bucht. Wir machen uns auch gleich auf zur Altstadt und zum Hafen. Wie so oft habe ich uns vorher schon einen Stadtplan besorgt und uns einen Weg für die Sehenswürdigkeiten ausgesucht. Dieser Weg nennt sich Welterbe-Lehrpfad. Wir starten am Alten Hafen und sehen uns die alten Schiffe, den alten Speicher und das Baumhaus direkt an der Einfahrt zum Hafen an. Dann geht es zu dem letzten erhaltenen Stadttor, dem Wassertor. Von hier aus gehen wir in die Altstadt und kommen zur Schleusenstraße. Hier stehen wertvolle Giebel-und Traufen Häuser aus den Epochen der Gotik. Wir besichtigen die St.-Nikolai-Kirche, das Museum Schabbell, die Heiligengeistkirche, den Fürstenhof, das Bürgerhaus Alter Schwede und kommen zur Schweinebrücke die über die Mühlen- und Frische Grube der Grube führt. Hier sitzt die detailgetreue Figurengruppe von 4 Schweinen aus Bronze auf den Geländerpfosten, die schon ganz blank vom streicheln sind. Die Schweine geben der Brücke den Namen. Auf dem weiteren Weg treffen wir auf den Marienkirchturm, das Archidiakonat und das Welt-Erbe-Haus, es zählt zu den ältesten Profanbauten Wismars. Wir kommen zu dem Marktplatz mit Rathaus, dem Pavillon Wasserkunst und werden vom Geruch einer leckeren Bratwurst angelockt. Nach dem wir uns gestärkt haben, geht es zurück und wir entdecken dabei auf dem Fußweg Gedenktafeln von den Nosferatu- Drehorten hier in Wismar zum Film „Nosferatu–Eine Symphonie des Grauens“. Nicht nur dieser Film wurde hier gedreht, sondern auch die SOKO Wismar. Wir verweilen noch eine Zeitlang am Hafen und machen uns wieder auf zum Platz. Wismar ist sehr interessant mit seinem am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern Deutschlands. Unbedingt mal besuchen.

Unsere Reise führt uns weiter auf die Insel Poel. Hier fahren wir zu dem Wohnmobilstellplatz „Poeler Forellenhof“ 53°59´40´´N/11°26´46´´E mit Blick aufs Wasser. Rechts von uns blicken wir auf den Ort Kirchdorf. Da es hier so schön ist und weil wir mit dem Fahrrad die Insel erkunden wollen, buchen wir gleich für 3 Tage. Die 37 Quadratkilometer große Insel Poel liegt rund 10 Kilometer von Wismar entfernt in der Wismarer Bucht am Südstrand der Ostsee. Zum Abendbrot gehen wir jetzt erst einmal lecker Fisch essen und lassen dann den Abend beim Sonnenuntergang ausklingen.

Bei sonnigem Wetter starten wir unsere Fahrradtour und fahren über Vorwerk nach Gollwitz. Wir gehen an den Strand und können die Insel Langenwerder sehen. Weiter geht es über Kaltenhof zum Strand am schwarzen Busch. Am Strand unternehmen wir einen kleinen Spaziergang. Wieder zurück besuchen wir die Gedenkstätte Cap Arcona. Diese erinnert an den Luxusdampfer „Cap Arcona“. Das Schiff wurde am 3. Mai 1945 kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges durch britische Flugzeuge versenkt, wobei die meisten der an Bord befindlichen ca. 4.600 KZ-Häftlinge ums Leben kamen. Viele Opfer des Unterganges wurden damals an die Küste der Insel Poel gespült.

Das nächste Ziel ist Timmendorf mit seinem Leuchtturm Timmendorf, das Wahrzeichen der Insel Poel und einer der ältesten noch in Betrieb befindlichen Leuchttürme aus dem 19. Jahrhundert. Hier stellen wir die Fahrräder ab und suchen uns einen schönen Platz am Wasser um etwas zu trinken. Wir haben einen tollen Blick auf das Treiben hier im Hafen und sehen wie ein Schiff von der Fahrt von der Seehundsandbank zurück kommt. Von einem anderem Schiff werden wie verrückt die Fischbrötchen verkauft und Kinder spielen am Strand. Ja, hier ist mächtig was los und da die Zeit nur so vergeht, müssen wir uns leider wieder auf dem Weg zum Platz machen.

Morgen ist auch noch ein Tag. Unsere nächste Fahrradtour geht nach Kirchdorf. Wir wollen uns die Inselkirche ansehen. Wir stellen die Fahrräder ab und gehen vorher zum Aussichtspunkt Bucht Poel über den Schlosswall und anschließend zum Aussichtspunkt Hafen Insel Poel. Danach geht es zum bummeln an den Hafen und bewundern Fährschiffe aus dem nahen Wismar, Yachten und sogar historische Segler. Ich muss sagen der Hafen von Poel ist ein schöner und malerischer Ort hier an der Ostseeküste und die Aussicht einzigartig.

Unser nächstes Ziel ist das Ostseebad Rerik fahren hier zum Wohnmobilstellplatz „ Ostseecamp Seeblick“ 54°07´43´´N/11°38´42´´E. Wir bekommen einen Platz mit Blick auf die Ostsee. Rerik liegt im Nordwesten des Landkreises Rostock in Mecklenburg-Vorpommern am nordöstlichen Ende des Salzhaffes, eines Teils der Wismarer Bucht zwischen dem Festland und der Halbinsel Wustrow. Wir fahren mit dem Fahrrad zum ehemaligen Fischerdorf Alt Gaarz-heute Rerik. Hier ist es abwechslungsreich. Flach-und Steilküste, Sand-und Naturstrand, Wald-und Felder in der Umgebung. Wir gehen zuerst zum Hafen und merken sofort den maritimen Charme des alten Fischerdorfes. Hier liegen die Netze zum Trocknen aus und die Möwen warten auf Leckerbissen von den zurückkehrenden Kuttern. Wer Lust hat kann mit einem Fahrgastschiff einen Ausflug zum Salz Haff oder auch zur Insel Poel machen. Wir genießen die Atmosphäre bei einem Eis und begeben uns dann auf die andere Seite. Hier haben wir einen Blick über das Salz Haff. Die Aussichtsplattform auf dem Schmiede Berg eröffnet uns eine tolle Aussicht über den Strand, die Seebrücke und die Ostsee. Dann begehen wir die 170 Meter lange Seebrücke und blicken zurück auf den tollen Strand. Langsam machen wir uns auf den Rückweg und kommen an der schönsten Landkirche an der mecklischen Ostseeküste die St. Johanneskirche vorbei. Echt sehenswert. Gegen Abend unternehmen wir noch einen ausgedehnten Spaziergängen entlang der Steilküste hier am Strand vom Platz aus. Wir sehen urige Bäume, aufgeweckte Möwen und die seltsamsten Formen an Steinen. Muscheln natürlich nicht zu vergessen. Genießen den Sonnenuntergang und freuen uns auf morgen. Es geht mit dem Fahrrad zum Bastorfer Leuchtturm. Die Landspitze auf dem der Leuchtturm steht, ist 78 Meter über dem Meeresspiegel. Die Höhe des roten Backsteinturmes beträgt 20,8 Meter, so dass sich eine Feuerhöhe von 95,3 Meter ergibt. Somit ist dieser Leuchtturm das höchst gelegene Leuchtfeuer an deutschen Küstengewässern. Wir steigen die 55 Stufen hoch und haben eine wunderschöne Sicht auf die Umgebung. Zur Belohnung gibt es jetzt eine Erfrischung in dem kleinen Café. Wir machen uns wieder auf den Weg, denn wir wollen uns noch zwei Großsteingräber ansehen. Das erste Steingrab Dolmen aus der Jungsteinzeit ist in einen sehr originellen Zustand. Ein Schild gibt Erklärung und so können wir uns die Nutzung und alte Kultur gut vorstellen. Auch das zweite Steingrab Großdolmen mit der hier aufgestellten Informationstafel gibt uns einen interessanten Blick in längst vergangene Zeiten. Wer Lust hat kann sich noch das eine oder andere Steingrab ansehen. Wir aber radeln zurück zum Platz und freuen uns auf das Essen.

Da wir mit dem Fahrrad an der Ostsee nach Kühlungsborn und nach Nienhagen fahren wollen, suchen wir uns einen Platz der dafür gut gelegen ist. Wir entscheiden uns für den Wohnmobilstellplatz „Sanddornstrand in Wittenbeck“ 54°8´44´´N/11°47´34´´E hier direkt am Meer, der für unser Vorhaben super geeignet ist. Hier bleiben wir auch 3 Tage und legen heute erst einmal ein Spaziergang am Strand ein. Da die nostalgische Dampflok Molli hier mehrmals am Tag vorbei fährt, entscheiden wir dazu mit der ältesten Schmalspurbahn an der Ostseeküste nach Bad Doberan zu fahren. Wir nehmen die Fahrräder und fahren zum Bahnhof von Kühlungsborn West. Hier empfängt und ein schöner nostalgischer Bahnhof. Nachdem wir die Karten gekauft haben, müssen auch gar nicht lange warten und können auch schon einsteigen. 15,4 Kilometer werden wir jetzt mit der dampfenden und ratternden Schmalspurbahn durch die Natur gefahren und können direkt in der Altstadt Bad Doberan aussteigen. Wir holen uns einen Stadtplan und beginnen unseren Stadtrundgang, damit wir wieder pünktlich zur Abfahrt wieder hier an der Haltestelle sind. Bad Doberan ist eine Stadt im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommer und bekannt durch das mittelalterlichen Kloster mit seinem berühmten Münster, auch als Perle der norddeutschen Backsteingotik bekannt. Außerdem gibt es hier eine Galopprennbahn und viele Baudenkmäler. Wir gehen als erstes durch die Altstadt am Markt mit Brunnen und dann zum Kloster mit Münster, sehen das Kornhaus, das Stadt-und Bädermuseum und die Alte Vogtei und sind beeindruckt. So gewaltig haben wir uns das hier gar nicht vorgestellt. Zurück gehen wir am Alexandrinenplatz mit den tollen Gebäuden vorbei und entdecken hier eine Bronzebüste des Musikers Frank Zappa. Wir gehen noch ein Stück durch den Park Kamp und sehen uns den Roten und den Weißen Pavillon im chinesischen Baustil an. Sehr sehenswert. Nicht zu vergessen das dazwischen liegenden Wasserspiel. Eine gewaltige Lindenallee ziert den Park. Noch ein leckeres Eis und es geht zurück zur Haltestelle. Eine kleine nette Stadt die man unbedingt mit einplanen sollte. Die Molli kommt auch schon und es geht 40 Minuten schnaufend und bimmelnd durch enge Straßen vorbei an Wiesen und Feldern wieder zurück.

Es geht mit den Fahrrädern zum Seebad Kühlungsborn. Kühlungsborn ist eines der ältesten Ostseebäder im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern und hat mit über 3100 Meter die zweitlängste deutsche Strandpromenade. Der Ort wird auch das Herzstück der mecklenburgischen Riviera genannt. Wir stellen die Fahrräder in der Nähe der Marina in Kühlungsborn Ost ab und beginnen hier unseren Rundgang an der Promenade und kommen auch gleiche zur 240Meter langen Seebrücke, von der wir am Ende schon fast das Riesenrad in Kühlungsborn West sehen können. Etwas weiter sehen wir auf der rechten Seite den alten Grenzturm. Von hier aus wurde nach Flüchtlingen und Schiffen gesucht. Wir sind überrascht von dem einladenden Stadtbild mit seiner tollen Bäderarchitektur und natürlichen von diesem sehr breiten, weichen, weißen Sandstrand. Im nostalgischen Konzertgarten West findet fast jeden Abend Veranstaltungen statt. Hier legen wir eine Pause ein und stillen unseren Durst. Wir entdecken wunderschöne Holzskulpturen an der Strandpromenade. Angekommen am Riesenrad in Kühlungsborn West befinden wir uns auf dem Baltic Platz mit Park und sehen auf der linken Seite die alte Villa Baltic. Leider schon etwas verfallen, aber vielleicht gibt die Stadt bald mal okay um dieses Gebäude zu renovieren. Es ist ein so schönes Gebäude. Wir biegen links ein und gehen durch den Ort zurück. Hier sehen wir noch mehr tolle Villen, die auch gleich Baudenkmäler sind. Trotz ihrer verschiedenen Bauart haben sie doch alle irgendetwas gemeinsam. Hier ein Turm, dort ein Erker und so viele verschiedene Balkone. Das macht sie so interessant, das wir immer wieder stehen bleiben und diese Häuser genauer betrachten. Als wir an einer Haltestelle vom Bäder-Express vorbei kommen, entschließen wir uns zu einer gemütlichen Fahrt durch das Ostseebad und steigen an der Marina wieder aus. Das war eine nette Fahrt und wir haben dadurch noch ein bisschen mehr von Kühlungsborn kennengelernt. Bevor es zurück zum Platz geht, gönnen wir uns hier noch ein schwarzes Softeis. Lecker.

Heute fahren wir früh mit den Fahrrädern los, denn wir haben einiges auf dem Plan. Es geht bis auf einen kleinen Umweg immer an der Ostsee entlang, denn bei der Zugfahrt mit der Molli haben wir im Wald eine kleine schöne rote Kirche entdeckt. Da fahren wir jetzt hin. Es ist die Evangelische Kapelle in Heiligendamm. Die kleine Waldkirche ist eine denkmalgeschützte Kapelle mit einem seitlichen angebauten Turm. Der rote Backsteinbau ist nach Vorbild anderer Dorfkirchen mit Putzblenden, Formsteinen und Glasurziegeln geschmückt. Die Kapelle ist nicht geöffnet, aber wir können durch ein geöffnetes Fenster das Innere der kleinen einsamen Kapelle bewundern. Sehr schön, der Umweg hat sich gelohnt. Es geht wieder zurück fahren kurz zum Parkplatz am Kinderstrand. Stellen die Fahrräder ab und gehen zum Aussichtspunkt Steilküste. Hier gehen wir ein Stück am Strand entlang und können tatsächlich einen Blick auf das Alexandrinen-Cottage werfen. Leider ist das Gelände von allen Seiten abgesperrt, so das man nur diesen Weg nutzen kann. Dieses Cottage an der Steilküste wurde 1839 auf einer angelegten Seeterrasse gebaut. Die Großherzogin Alexandrine von Preußen bekam diese Villa mit 18 Zimmer geschenkt. Zum Haus gehört ein 80 Meter langer Steg mit einer steinerne Treppe zum Strand. Es ist so schön hier, aber wir wollen weiter.

Es geht weiter zum ältesten Seebadeort Deutschlands nach Heiligendamm an der Ostseeküste in der Mecklenburger Bucht. Wegen seiner weißen Häuserreihe am Strand wird es auch Weiße Stadt am Meer genannt und ist auch durch den G8-Gipfel bekannt. Wir gehen Richtung Strand und begeben uns auf die Seebrücke. Von hier aus haben wir einen Blick auf die weißen klassizistischen Bauten entlang der Strandpromenade. Hier entdecken wir noch den Seebad Gründungs-Gedenkstein von Friedrich Franz von 1793. Eigentlich wollen wir einen Rundgang machen und merken, das wir hier gar nicht weiter kommen. So was Blödes. Ein nettes junges Paar, Hotelgäste aus einem Hotel bemerkt unsere Ratlosigkeit und schleust uns mit über das abgezäunte Hotelgelände. Wir bedanken uns recht herzlich und sind froh, das wir nicht den ganzen Weg zu unseren Fahrrädern wieder zurückgehen müssen.

Die Weiterfahrt hier auf dem Ostseeradweg ist so schön, das wir zwischen durch immer wieder anhalten und den Ausblick genießen. Dann liegt vor uns die Jemnitzschleuse. Diese kleine Schleuse führt sauber getrennt zwei Wasserläufe in die Ostsee und zwar kontrolliert sie den Abfluss des Conventer Sees und des Mühlenfließ. Der Deich schützt das Gebiet vor Sturmfluten. Wir halten hier, denn das schauen wir uns mal genauer an. Schilder erklären uns das interessante Bauwerk und die Technik. Da die Ostsee heute etwas Wellengang hat, prallt das Wasser ganz schön doll an die Steinmauern. Wir müssen schon aufpassen, das wir nicht zu nass werden und ausrutschen. Rund um die Schleuse gibt es viel Natur und viele Rad- und Wanderwege. Es ist ein schönes Ausflugsziel an dem man von der Schleuse oder auch vom Strand aus die Ostsee gemütlich genießen kann. Ein schönes Stückchen Erde.

Jetzt ist es nicht mehr weit zum Gespensterwald von Nienhagen. Unterwegs halten wir noch einmal kurz und werfen einen Blick auf den alten Ostsee-Grenzturm von Böegerende. Die Weiterfahrt auf dem hier ausgewiesenen Fahrradweg ist echt spannend. Wir müssen ganz schön vorsichtig sein. Aber das ist es wert, denn die Aussicht hier ist einmalig. Jetzt sind wir am Aussichtspunkt Gespensterwald und der erste Eindruck ist noch besser als erwartet. Es gibt Übersichtstafeln und wir lesen, das der Gespensterwald etwa 100 Meter breit und 1300 Meter lang ist. Die hier stehende Bäume sind 90 bis 170 Jahre alt und stehen relativ weit auseinander. Da dazwischen kein Strauchwerk wächst gibt es viel Raum für Licht und Schatten. Über die Jahre hat der salzhaltige, feuchte Ostseewind und viele Stürme das Aussehen des Waldes geprägt. Die vom Wind fliehenden Kronen und Stämme werden auch Windflüchter genannt. Jetzt wissen wir auch warum Gespensterwald. Bei den ungewöhnlichen und bisweilen bizarr anmutenden Formen der Bäume sehen insbesondere bei Dämmerung, Nebel und Wind fürs eine mystisch aus und regen unweigerlich unsere Phantasie an. Auf wundersame Weise scheinen den Ästen und Zweigen von Gespenster und Geister Leben eingehaucht. Es ist ganz schön Spooky hier, aber auch unglaublich schön und interessant. Auch der Blick von hier oben über das Meer ist schon einmalig. Wir fahren los um den Gespensterwald zu durchqueren und müssen einfach  auf Grund der einzigartigen Anblicke immer wieder anhalten und fotografieren. Zwischen den Bäumen ergeben sich Ansichten und Bilder, die diesen einzigartigen Zauber des Waldes noch intensiver erscheinen lassen. Der Sonnenschein lässt die Eindrücke noch intensiver wirken. Es geht weiter durch den Wald bis zum Nienhagener Strand. Hier stellen wir die Fahrräder ab und gehen eine Treppe zum Strand hinunter. Natürlich wollen wir uns das ganze auch mal von unten ansehen und gehen dafür im Sand am Strand in Richtung Wald. Wir müssen gar nicht so weit laufen um auch von hier unten den tollen Blick auf den Gespensterwald einfangen können. Ein großen Stein lädt zum hinsetzen ein und wir verweilen eine ganze Zeit hier am Strand. Uns fällt ein, das der Wald ja auch schon Drehort für viele Filme wie Ku`damm, Rosa Roth und Polizeiruf 110 war. So schade, aber wir müssen leider wieder los und machen uns auf den Rückweg. In Börgerende gibt es einen einladenden Platz um eine Pause einzulegen.

Auf geht es zur Halbinsel Fischland Darß-Zingst. Die Halbinsel Fischland Darß-Zingst liegt an der Ostseeküste zwischen Rostock und Stralsund. Sie trennt die Darß-Zingster Boddenkette von der offenen Ostsee. Aber vorher fahren zum Ort Dierhagen der kurz vor der Halbinsel Fischland liegt und fahren zum Wohnmobilstellplatz „OstseeCamp Dierhagen in Dierhagen“ 54°17´29´´N/12°20´37´´E. Von hier sind wir schnell auf der einen Seite am Fischereihafen und auf der anderen Seite am Strand. Wir bekommen einen schönen Platz und können somit entspannt zu Fuß zum Strand gehen. Was wir auch gleich in Angriff nehmen. Nach 10 Minuten sind wir auch schon an dem 7 Kilometer langen, feinen Sandstrand und der Seebrücke. Wir merken schnell, das es hier nicht so überlaufen ist und der Strand mit seinen Dünen traumhaft gelegen ist. Abgelegen zwischen einer Düne und Seegras finden wir eine Bank auf der wir uns das rege Treiben hier am Strand ansehen. Nachdem wir genug Sonne, Eindrücke und Ruhe getankt haben, geht es an der Waldbühne zurück zum Platz.

Es geht zum Fischereihafen Diershagen Dorf. Wer die Serie Ella Schön gespielt von Anette Frier gesehen hat, dem kann ich sagen, das hier für das Café der Filmpartnerin Christina das Vereinshaus der Segler genutzt wurde. Der schöne Fischereihafen liegt direkt am Ufer des Boddens und ist geprägt von traditionsreichen Kapitänshäusern. Wir gehen auf den Steg, sehen den Bodden voller bunte Segel und erfahren, das hier vom Hafen aus Ausflugsampfer nach Wustrow oder Ribnitz fahren. Man kann aber auch auf einem der Zeesenboote mit segeln. Wir entdecken einen Kutter von dem frische Fischbrötchen zu kaufen gibt. Da sind wir dabei. Wir suchen uns eine Platz und genießen bei herrlichem Wetter, historischen Charme und die Schönheit dieses Ortes unser Fischbrötchen und ein kühles Getränk. Wem der Fischbrötchen-Snack nicht ausreicht, kann sich im Restaurant Boddenblick verwöhnen lassen. Wir sitzen lieber draußen und blicken auf das Meer.

Es geht weiter mit einem Zwischenstopp im Ostseebad und Künstlerort Ahrenshoop auf der Halbinselkette Fischland Darß-Zingst am Übergang vom Fischland zum Darß. Wir finden schnell einen Parkplatz am Ortseingang. Unser kleiner Ortsrundgang beginnt auf dem Weg zum Strand. Bekannt ist Ahrenshoop auch durch den Landschaftsmaler Paul Müller-Kaempff. Er war beeindruckt von dieser Landschaft zwischen Ostsee und Bodden, der Weite des Himmels und dem besonderen Licht. Das sprach sich schnell herum und weitere Künstler folgten ihm. Deswegen gibt es hier heute so viele Kunstwerkstätten und Galerien. Zum Teil gibt es eine 3,2 Kilometer lange Steilküste, aber auch flaches Meeresufer. Der Weg führt uns vorbei an Sanddorn und Heckenrosen. Wir kommen zur Aussicht auf der Hohen Düne und genießen noch mal den Blick auf die Ostsee. Wir halten uns rechts und nicht weit entfernt steht das Kunstmuseum. Es gibt auch einen Kunstpfad. Dieser ermöglicht es, auf den Spuren der Künstler zu wandeln. Außerdem können wir an 10 verschiedenen Orten bedeutende Kunstwerke bestaunen. Wir besuchen die Ahrenshooper Mühle und kommen dabei an so vielen schönen Reetdachhäusern vorbei. Etwas weiter liegt die Schifferkirche mit außergewöhnlicher Architektur. Diese Holzkirche sieht aus wie ein kieloben liegendes Schiff. Es geht zurück und wir machen noch kleinen Abstecher zum Hafen Althagen. Hier essen wir geräucherten Fisch und trinken etwas. Wer Lust hat eine Fahrt auf einem Zeesboot hat, kann das hier buchen. Wir müssen zurück zum Parkplatz um zeitig zum nächsten Stellplatz zu fahren. Der Besuch in diesem idyllischen Künstlerdorf hat sich wirklich gelohnt.

Jetzt geht es nach Zingst und fahren zum Wohnmobilstellplatz „Am Wassersportzentrum in Zingst“ 54°26´27´´N/12°42´18´´E. Wir stehen nur ein paar Meter vom Strand entfernt und sind nicht weit von dem Ort Zingst entfernt. Da heute Abend ein so tollen Sonnenuntergang ist, begeben wir uns zum 15 Kilometer langen Strand mit seinem feinen Sand. Wir gehen sogar ein paar Meter ins Wasser und merken wie flach abfallend es hier ist. Etwas weiter am Strand entdecken wir eine riesige rosa Sonnenbrille. Da muss natürlich ein Foto her. Dann gibt es noch die 270 Meter lange Seebrücke mit zahlreichen Skulpturen aus Treibholz. Am Ende der Brücke gibt es ein Tauchgondel die dich 4 Meter in die Tiefe taucht. Hier lassen wir den Abend dann auch ausklingen. So schön!!

Das Ostseebad Zingst, der östliche Teil der Halbinsel Fischland Darß-Zingst gehört fast die gesamte gleichnamige Halbinsel und die südlich vorgelagerten Insel Kirr und Bather Oie. Der östlichster Punkt der Halbinsel ist Pramort. Hier befindet sich einer der größten Rastplätze für Kraniche in Europa, die hier einige Wochen Rast machen. Bis zu 80.000 Kraniche verbringen hier ihre Rast, um sich hier für ihren Weiterflug zu stärken. In Pramort steht unter anderem der Beobachtungspunkt Pramort Hohe Düne um die Kraniche zu beobachten. Auch in der Nähe des Ortes Zingst befinden sich gegenüber der Insel Kirr einige Beobachtungsplätze. Zu diesem Beobachtungspunkt sind wir hin, weil für heute gute Voraussetzungen gegeben sind, um einen Schwarm Kraniche zu sehen. Wir sind nicht die einzigen und erstaunt darüber mit was für einer Fotoausrüstung die Leute hier stehen. Wir treffen hier eine Dame die sich gut mit Kranichen auskennt und uns mit ihren Erzählungen die Wartezeit verkürzt. Wir warten jetzt ungefähr eine halbe Stunde und jetzt kommen sie. Wir hören es an der Lautstärke und ihrem Gesang. Ich liebe Kraniche und somit ist dies natürlich ein absolutes Highlight für mich. Diese Vögel zu sehen ist so interessant. Ich schätze mal so 10 Minuten und dann sind sie auch schon auf der Insel verschwunden. Wir unterhalten uns noch eine Zeit lang mit den Leuten und zum Abschied haben ich noch eine tolle Karte und einen Aufkleber geschenkt bekommen. Ein super Erlebnis!

Wir haben einen Stadtrundgang geplant um Zingst kennenzulernen und begeben uns hierzu auf den Weg zu Seebrücke am Strand entlang. Direkt neben der langen Seebrücke und dem Strand befindet sich das Zingster Kurhaus und etwas weiter die Freilichtbühne. Das Heimatmuseum befindet sich in einem richtig schönen Kapitänshaus mit dem Museumshof. Hier kannst du alles über die Geschichte und das Leben der Küstenbewohner erfahren. Außerdem über den Schiffsbau und die Zingster Künstler. Für Kinder interessant ist das Experimentarium. Auf unserem Rundgang fallen uns noch mehr Kapitänshäuser auf. Eins schöner als das andere und alle liebevoll verziert. Aber die vielen Reetdachhäuser sind auch beeindruckend.

Wir kommen zu dem kleinen idyllischen Hafen von Zingst mit seiner Steganlage die sich auf 197 Meter über das Wasser spannt. Hier können die Fahrgastschiffen bestens anlegen. Im Sommer finden hier Hafenkonzerte und Netz-und Zeesbootregatta statt. Im Hafen liegen unter anderem auch die Boote, die dich zur Insel Hiddensee oder nach Stralsund bringen. Aber auch romantische Abendfahrten durch den Nationalpark können gebucht werden. Ein Highlight ist die Fahrt auf einem originalgetreuen Mississippi-Schaufelraddampfer oder auch eine sogenannte Kranichbeobachtungsfahrt vom Wasser aus. Natürlich gibt es hier auch einen Bootsverleih, wo man kleine Motor- und Ruderboote ausleihen kann. Wir holen uns ein Eis und setzen uns auf die Aussichtsplattform von der wir einen tollen Blick auf den Bodden haben und sehen dem Treiben hier eine Weile zu bevor wir uns wieder auf den Rückweg machen.

Natürlich darf eine Fahrradtour zum Ostseebad Prerow nicht fehlen. Prerow befindet sich zum größten Teil auf dem Darß und ein kleiner Teil auf der Halbinsel Zingst. An dem Aussichtspunkt Hohe Düne befindet sich eine 13 Meter hohe Erhebung. Hier machen wir eine kurze Pause und fahren dann zu der 720 Meter langen Seebrücke mit seiner erhöhten Plattform am Ende. Von hier aus haben einen tollen Blick auf die Ostsee, aber auch auf Prerow. Jetzt wollen wir zur der ätesten Kirche auf dem Darß, die Seemannkirche Prerow. Sie ist ein Ort der Erinnerung und die Inneneinrichtung erzählt von bewegten Seefahrerschicksalen. Im Darß-Museum erhalten wir spannende Einblicke in Natur, Kultur, Seefahrt und Geschichte der Region. Dann geht es zum idyllischen Hafen von Prerow am Bodden. Von hier starten die Boddenrundfahrten auf einem authentischen Mississippi-Dampfer entlang der Boddenküste oder zum Darßer Ort. Ein absolutes Highlight am Darßer Ort ist ist der Leuchtturm Darßer Ort mit dem Museum Natureum. Beides befindet sich im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Von der Aussichtsplattform des Leuchtturms bietet sich ein beeindruckender Rundumblick über den Darß, die Ostsee und die Boddenlandschaft. Im Museum erfährt man viel über Flora, Fauna und das Leben an der Küste. Auf dem Rückweg entdecken wir immer wieder schöne Schilf gedeckte Häuser mit reich verzierten bunten Türen. Diese wurden von den Seeleuten geschnitzt und bestimmen hier das Ortsbild. Eine schöner als die andere.

Unser nächste Ziel ist die kleine Vinetastadt Bath. Barth liegt am südlichen Ufer des Bather Boddens am Fluss Barthe. Wir fahren zum Wohnmobilstellplatz „Am Segler-Verein in Barth“ 54°22´19´´N/12°43´31´´E und bekommen einen schönen Platz mit Blick auf Wasser. Das ist gut, denn wir eine gute Chance heute Abend noch mal Kraniche zu sehen. Bis dahin gehen wir zum Hafen am Bodde, der sich neben unserem Stellplatz befindet. Begrüßt werden wir von einem blauen Barther Bart und der Vineta-Säule. Diese Säule ist ein markante Denkmal, das an die sagenumwobene durch eine Sturmflut versunkene Stadt erinnern soll. Man spricht auch von Atlantis der Ostsee. Außerdem entdecken wir sehr viele interessante Holzskulpturen. Ein Hingucker ist ein buntes Fischkunstwerk. Es gibt Räucherfisch und Fischbrötchen direkt vom Schiff und und somit wissen wir was es zum Abendbrot gibt. Aber vorher gehen wir noch zum alten Getreidespeicher in dem heute ein Hotel seinen Platz hat. Der Hafen von Barth ist ein maritimer Mittelpunkt mit einem maritimen Flair und Flaniermeile für alle Besucher. 

Wir beginnen unseren Bather Stadtrundgang am Hafen und kommen zum Adligen Fräuleinstift, umgeben von alten Gemäuern und an der Westseite steht ein sehenswertes Rundportal mit einem gut erhaltenen Wappen. Von weiten sehen wir schon den Fangelturm das Wahrzeichen der Stadt. Er gehörte auch zur Verteidigungsanlage der Stadt. Gleich dahinter liegt der Gänsemarkt. Etwas weiter die Kirche St. Maria Barth. Links entlang das Rathaus mit seinen vertikal gegliederten Stufengiebel und der große Wasserturm. Der Wasserturm erinnert auch an die Tradition des Bierbrauens, da er mit Wasser aus der Alkunquelle gespeist wurde. Dieses Wasser galt als sehr schmackhaft. Wir gehen weiter und kommen zum Martha Müller-Grählert Museum und Vineta-Museum Barth in dem man vieles über die Stadtgeschichte erfahren kann. Eine Abteilung ist dem Mythos Vineta gewidmet. Sämtliches Quellenmaterial zur Vineta-Theorie wird hier dem Besucher erlebnisreich präsentiert. Dann liegt vor uns der Marktplatz mit vielen kleine Bürgerhäusern und dem Marktbrunnen. Der Brunnen zeigt drei springende Fische auf einer Wassersäule aus deren Fischköpfen sich das Wasser ergießt. Da der Platz so schön ist, legen wir hier unsere Pause ein. In einem Café haben wir einen schönen Blick auf das Treiben hier. Wir gehen nach links weiter und kommen zum Dammtor, ein Teil der Barther Befestigungsanlage. Nicht weit davon entfernt steht das Museum-Papenhof, Vineta-Bürgerhaus und die St. Marien Kirche Bath. Wir kommen wieder am Hafen an und links steht das Windjammer-Museum mit mehr als 400 Exponaten, die wohl größte Ausstellung historischer Schiffsporträts. Zum Abschluss gehen wir in ein nettes Fischrestaurant am Hafen.

Da meine Schwester mit ihrem Mann gerade Urlaub in Göhren auf Rügen machen, fahren wir dorthin um die beiden zu besuchen. Ich habe den Wohnmobilstellplatz „Am Südstrand in Göhren“ 54°20´5´´N/13°44´3´´E ausgesucht, weil wir in 10 Minuten mit dem Fahrrad an der Ferienwohnung sind. Diese liegt wiederum so zentral, das wir in 5 Minuten an der Kurpromenade sind. Göhren ist eine Gemeinde auf der Halbinsel Mönchgut auf der Insel Rügen und schließt den östlichen Punkt das Kap Nordperd mit ein. Das Kap trennt den Südstrand vom Nordstrand. Wir gehen zur 280 Meter langen Seebrücke und haben am Ende eine wunderschöne Aussicht auf die Ostsee und auf Göhren. Die Bänke laden zum Verweilen und Träumen ein. Die Seebrücke ist auch Ausgangspunkt für verschiedene Schiffsausflüge. Wir gehen noch ein wenig am Nordstrand mit seinem feinen Sand entlang und entdecken den bisher größten gefundenen Findling Buskam, der hier im Ostseewasser liegt. Für heute Abend ist ein Besuch in einem Fischrestaurant geplant. Ein krönender Abschluss.

Heute erkunden wir das Göhrender Kap Nordperd. Die bewaldete Landzunge ragt bis zu 60 Meter über dem Wasserspiegel hinaus und wird von drei Seiten durch eine imposante Steilküste begrenzt. Zuerst gehen wir so weit wir dürfen am Strand entlang und begeben uns dann hoch zum Hochufer Rundwanderweg. Der Weg ist auch schnell gefunden und gar nicht zu verfehlen. Wir folgen dem Pfad in einigem Auf und Ab an der Abbruchkante, zunächst oberhalb des Nordstrandes und nach Erreichen des östlichen Punktes oberhalb der Steinmole. Wir gehen immer mal wieder ein Stück vom Weg und nutzen die Plätze für exzellente Ausblicke auf die Ostsee. Vom Wanderweg hat man auch einen guten Blick auf die in den Jahren 1907/08 erbaute 450 Meter lange Mole, die dem Schutz des Kliffs dient. Unser Spaziergang ist schon etwas abenteuerlich. Wie gut das wir feste Schuhe anhaben. Wir kommen zu der Stelle an der es eine Treppe runter zum Strand gibt, diese ist aber gesperrt. Das ist auch gut so, es sieht ziemlich gefährlich aus. Ein Stück weiter sehen wir die Treppe, die uns zu der Schwedenbrücke führt. Da die Insel Rügen früher mal zu Schweden gehörte, wurde diese sogenannte Schwedenbrücke errichtet. Leider ermöglichte sie nicht das Anlegen von größeren Schiffen. Wind und Wetter setzten der Brücke später ein jähes Ende. Übrig geblieben ist eine Ansammlung von Findlingen im Wasser. Hier am Südstrand ist es so schön, das wir uns noch eine ganze Zeitlang hier aufhalten. Dann gehen wir zu der Aufstiegstreppe und begeben uns wieder Richtung Göhren. Hin und wieder halten wir noch mal an, weil der Blick auf die Ostsee einfach wunderschön ist. Wir holen unsere Fahrräder, die wir bei der Ferienwohnung geparkt hatten, verabschieden uns von meiner Schwester und fahren zurück zum Platz, wo wir noch einen schönen Sonnenuntergang erleben dürfen. Leider geht es morgen früh wieder zurück nach Hause.

Die Inseln an der Ostsee haben oft eine interessante Geschichte. Es gibt bedeutende und sehenswerte Ortschaften. Viele Wälder, Hügel und Binnenseen prägen die Ostseeinseln. Hier kann man entdecken, erleben, entspannen und genießen. Egal wo ! Ob an ruhigen weichen Sandstränden mit frische Meeresluft, bei kultureller Vielfalt oder einzigartiger Natur auf den Ostseeinseln. Ein Spaziergang oder Bummel auf Seebrücken, Molen und Promenaden ist herrlich belebend, weckt Lebensgeister und gibt neue Energie. Garantiert jeden Tag Abwechslung.